Ehemalige Städte

Aus Der Kampf um Naivara
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Bis vor zehn Jahren war Naivara eine Insel gewesen, auf der man sich durchaus zum Entspannen an einen weißen Sandstrand legen konnte; an der das türkisblaue Meer im Sonnenuntergang mit all seinen bunten Fischen und Korallenriffen eine Runde des Schwimmens wert gewesen wäre. Heute ist die Insel zu großen Teilen wieder verwildert und zahllose Ruinen säumen das Gesamtbild. Naivara ist und bleibt eine Tropeninsel, mit dem entsprechenden Klima und der Tierwelt. Auch vor der Katastrophe war die Insel nicht ungefährlich, denn auch die natürliche Tierwelt hat ihre Tücken, doch heute ist eine einsame Reise in der Wildnis ein Todesurteil.


Bund des Nordens

Name: Sikarin
Gegründet vor: 480 Jahren
Tempel: Tempel der goldenen Ähren (Eris)
Wichtigste Kirche: Eris
Akademie: Nein
Beschreibung: Sikarin war der Außenhandelsposten von Incaria und schon immer waren die Erträge rund um die Stadt, auf den Namensgebenden Sonneninseln, überaus hoch. Die Felder schienen wie von dem Gott persönlich gesegnet gewesen zu sein und waren der Grund dafür, dass Incaria recht unabhängig war, was die Lebensmittelversorgung anging. Der Aufbau der Stadt war dementsprechend einfach, die meisten Häuser waren in demselben Stil gehalten, wie er heute noch in Incaria zu finden ist. Gerade mit den Tierwesen des Wassers hatte man hier gute Beziehungen und auch Insektenwesen waren hier häufige und auch gern gesehene Gäste, was wohl an dem Aberglauben lag, dass sie auf diesen Inseln als (wenn auch unwissende) Gesandte Eris' agierten, vor Allem jene, die sich um die Blüten und die Früchte kümmerten.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Vor dreizehn Jahren starben durch einen Pilzbefall etliche der Insektoiden Bewohner der Inseln, was für die Bauern ein schlimmes Omen war. Drei Jahre später fiel die Stadt und die, die vorher schon die Sonneninseln verlassen haben oder die Katastrophe überlebten, sind fest davon überzeugt, dass dieses böse Omen eine Warnung der Götter war. Sikarin selber wurde nicht von Monstern überrant, sondern eine gigantische Pflanze, die einer Weizenpflanze nicht unähnlich sieht, ist binnen Minuten in der Mitte des Marktplatzes emporgewachsen und hat mit ihrem Wurzelwerk die gesamte Stadt eingenommen - nur der Tempel von Eris blieb verschont.
Städtebund: Bund des Nordens
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Tempel (komplett, seltsamerweise kaum zerstört)

Name: Orbos
Gegründet vor: 280 Jahren
Tempel: Panthertempel (Ardnor, Haupttempel)
Wichtigste Kirche: Ardnor
Akademie: Nein
Beschreibung: Orbos war berühmt für seine angeblichen Heilquellen, welche direkt neben der Stadt aus kristallklaren Quellen hervorbrachen. Dies verbunden mit dort ansässigen Heilpraktikern entstand ein Abschnitt in der Stadt, der als einziger Kurort zu betrachten war. Zusammengefasst ließ sich die Stadt in folgende Viertel aufteilen: Marktplatz, das Herz der Stadt und auch das erste Viertel, was man betreten würde, folgend von Wohnviertel und den Slums, abgeschlossen mit dem Kurviertel. Ringartig durchzogen Mauern die Stadt, die als eine klare Abgrenzung zwischen den Vierteln dienten. Der Baustil war offen, prunkvoll und zog sich durch die gesamte Stadt, mit Ausnahme der Armenviertel.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Es gab ein ewiges hin und her, wer die Stadt offiziell regierte und wer Entscheidungen traf. ZWar unterlag di Stadt der Familie von Incaria, doch die Handelsräte machten ihre eigenen Entscheidungen, was allerdings auch oft zu Zwist mit den reichen Familien führte. Allgemein war die Stimmung zwar gut, aber die Fehden zwischen den Familien deutlich. Das allgemeine Volk hielt sich allerdings aus diesen Angelegenheiten heraus und hatten, dank der Quellen, gute Einnahmen. Zwei Jahre vor der Zerstörung fand man unterhalb der Stadt alte Ruinen. Es konnte jedoch nie geklärt werden, wer diese erbaut hatte oder woher sie stammten, da die Stadt dann überrannt wurde.
Städtebund: Bund des Nordens
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Einige Gebäude aus Stein, das Kurviertel, die Slums und die Ruinen darunter. Einige Überreste der Holzhäuser sind auch noch vorhanden, durch welche man auf die Grundrisse der Gebäude schließen kann.

Name: Fahlenstein
Gegründet vor: 378 Jahren
Tempel: Tempel des ewigen Wissens (Ives, Haupttempel)
Wichtigste Kirche: Ives
Akademie: Nein
Beschreibung: Der Name der Stadt stammt von den schneeweißen Granitklippen die die Stadt an fast allen Seiten umringen. Die Ursprüngliche Siedlung befindet sich in einem Talkessel natürlichen Ursprungs der nur durch einen schmalen Pfad zu erreichen ist. Dort hat sich nach einiger Zeit an der Südwand ein Steinbruch gebildet, während im Nordteil die Handwerker leben. Auf den Klippen befinden sich die Anwesen der reichen Bewohner. Die Zitadelle ist halb in die Westwand hineingebaut worden. In der Nähe der Zitadelle sind auch die Eingänge zum Minensystem. Vor der Kernstadt hat sich im Laufe der Zeit eine große Marktstadt gebildet die sich an die Klippen schmiegt. Dort lebt ein Großteil der Bevölkerung hinter einer Stadtmauer, gänzlich aus dem weißen Stein erbaut. Es gibt auch ein ausgedehntes Zisternensystem um das Regenwasser einzufangen und Nutzbar zu machen. Durch den großen Ives-Tempel gehörte die Stadt zur Pilgerroute und wurde oft und gerne von Magiern und Gelehrten besucht, was der Stadt ebenfalls einen finanziellen Aufschwung gab.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Vor dem Siegelbruch war Fahlenstein eine florierende Bergbau und Handelsstadt. Sie hatte ausgedehnte Metallverarbeitungsanlagen und eine Zwergenbevölkerung, die nur hinter Goldfels zurückstand. Die Stadt selber hatte etwa 4500 Einwohner von denen die meisten außerhalb der Kernstadt lebten. Die Reichen der Stadt hatten eine schöne Aussicht über die Massen oben auf den Klippen. Auch die Zwerge der Stadt waren wohlhabend geworden. Gefallen ist die Stadt durch Angriffe von Siegelwesen, derer die Stadt sich nicht erwehren konnte.
Städtebund: Bund des Nordens
Zerstört vor: 7 Jahren
Erhaltene Ruinen: Reste des Ives-Tempels

Wüstenbund

Name: Themaria
Gegründet vor: 120 Jahren
Tempel: Tempel der Einigkeit (Alle Acht)
Wichtigste Kirche: Eris
Akademie: Nein
Beschreibung: Ehemals im Bund der Wüstenstädte, lag Temaria am Rande der Savanne, nur wenige Stunden von der Wüste entfernt. Die Häuser waren ein bunter Misch aus Lehmbauten und Holzhäusern, wobei die älteren Bereiche der Stadt aus Holz und die jüngeren aus Lehm bestanden. Für die zwei Städte in der Wüste, war Themaria der wichtigste Versorgungspunkt, denn hier am Rand der Savanne konnten Feldfrüchte angebaut werden und auch die Jagd war dank der dort lebenden Herden an Gnus, Zebras und Antilopen sehr ertragreich. Der große Tempel der Einigkeit war der Mittelpunkt der Stadt und die Schenke 'Eris Umarmung' war ein überaus beliebter Ort der Einkehr, sowohl für Reisende als auch für Heimische.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Fünf Jahre bevor die Stadt fiel, gab es eine schreckliche Dürreperiode, die aufgrund der Flüchtlingsmenge durch den Siegelbruch, viele Tote forderte. Aufgrund der Versorgungsposition für Khalef und Arien waren auch diese beiden Städte davon betroffen, wenn auch nicht so stark wie Themaria selber. Drei Jahre vor dem Fall gab es Pläne, auch hier eine Akademie zu errichten, mehr als Planung wurde allerdings nicht daraus, denn dann fiel die Stadt.
Städtebund: Wüstenbund
Zerstört vor: 6 Jahren
Erhaltene Ruinen: Die Schenke 'Eris Umarmung' ist erstaunlicherweise noch gut erhalten. Der Rest der Stadt ist zerstört.

Name: Arien
Gegründet vor: 302 Jahren
Tempel: Keiner
Wichtigste Kirche: Ives
Akademie: Halle des offenen Geistes (Schwarzmagisch)
Beschreibung: Damals war die Stadt pragmatisch gehalten, umgeben von Bergketten und gelegen in einer trockenen Teilwüste, die sich der damaligen Wüste um Khalef und Tera anschloss. Die Hütten bestanden, im Gegensatz zu Tera und Khalef, allerdings aus Stein und waren wind- und wetterfest. Grub man tief genug, fand sich unter dem Sandboden feste Erde, so dass viele der Gebäude mehrere Meter tief in die Erde reichten, der Gang nach unten mit Stein und Holz verstärkt, um in gekühlten Kellern zu enden. Die oberirdischen Gebäude waren eher klein und zweckmäßig, meist fand sich hier nur die Küche. Die Akademie war ebenfalls größtenteils unterirdisch und die daraus resultierende Beleuchtung mittels Kerzen und Pechlampen sorgte für eine eher unheimliche Stimmung, was die Gerüchte und Vorurteile gegenüber der schwarzen Ausrichtung der Akademie nur weiter befeuerte. Die Stadt fiel, als durch die magische Entladung beim Siegelbruch eine massive Welle untoter Wesen die Stadt überrannte.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Im Gebirge nahe der Stadt lebte der Drache Volrag, mit dem die Stadt ein Abkommen hatte, dass sie sich gegenseitig in Ruhe ließen. Kamen Drachenjäger, wurden sie von der Stadt aufgehalten, dafür beschützte der Drache die Bewohner vor den Bedrohungen des Dschungels und würde im Kriegsfall helfen. Vor zehn Jahren wurde der alte Erlass, dass nur die Leichen von Tierwesen und Nicht-Menschen für die nekromantischen Lehrstunden genutzt werden dürfen, gekippt und der Friedhof der Stadt, durchaus unter Protesten vieler Bürger, in die Angelegenheit der Akademie übergeben.
Städtebund: Wüstenbund
Zerstört vor: 4 Jahren
Erhaltene Ruinen: Kellergeschosse der Akademie

Städtebund der goldenen Felsen

Name: Oase Tera
Gegründet vor: 300 Jahren
Tempel: Gemeinschafts-Tempel aller Götter
Wichtigste Kirche: Sylva
Akademie: Nein
Beschreibung: Wie Eisenau der verlängerte Arm von Goldfels ans Wasser war, so war die Oase Tera der verlängerte Arm der Minenstadt über das Gebirge hinweg. Als man begann, die Zwergentunnel durch das Gebirge auszubauen und wirtschaftlich zu nutzen ließen sich schnell die ersten Mutigen an einer der Oasen nieder, die nahe des Tunnelausganges lag. Gut als Rastpunkt für Reisende zwischen Goldfels und Khalef geeignet wuchs die Siedlung als Handelsknoten an und umschloss bald die gesamte Oase mit Häusern und einer (ob des Untergrunds niedrig gehaltenen) Stadtmauer.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Bis heute ist nicht bekannt was geschah. Ebenso wenig ist bekannt, ob es mit dem Siegelbruch zugleich oder kurz darauf geschah. Bekannt ist lediglich, dass einige Tage nach dem Bruch eine Delegation von Goldfels durch die Tunnel reiste, um Khalef zu einem Treffen der großen Städtebünde zu laden. Die Botschafter hatten geplant, in den berühmten Gaststätten dieses Ortes die Nacht zu verbringen, doch fanden sie beim Verlassen der Tunnel weder Stadt noch Oase vor. Stattdessen waren sie die ersten, welche mit Schrecken das Bild sahen, welches mittlerweile als "Pestwüste" in der ganzen Region bekannt ist. Was auch immer den Platz eingenommen hat, an dem zuvor die Oase Tera zu finden war, es wird als Ursprung dieses Unheils angesehen.
Städtebund: Städtebund der goldenen Felsen
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: keine

Name: Eisenau
Gegründet vor: ca. 350 Jahren. Stadtrechte vor ca. 150 Jahren erhalten
Tempel: Südlicher Tempel (Praios)
Wichtigste Kirche: Sylva, Praios
Akademie: Schule von Feuer und Stahl (Elementar Feuer und Erde, Veränderung)
Beschreibung: Eisenau entstand recht früh in der Besiedelungsgeschichte Naivaras. Die im nördlich gelegen Gebirge ob ihrer reichen Minen schnell wachsende Stadt Goldfels wollte sich einen eigenen Zugang zum Meer sichern und so die Abhängigkeit von Port-Corrad verringern. Daher gründete man am nächstgelegenen schiffbaren Punkt eines Flusses den Hafen Eisenau. Jahrhunderte lang fristete Eisenau daher eine Existenz als Hafen-Ableger des mächtigen Goldfels, der Aufgrund seiner Nähe zum Corrader Einflussbereich und der strategischen Lage mit erheblichen Befestigungen versehen wurde. Die Verschiffung der Erze und Schmiedegüter sowie der eigene Handel ließen die Siedlung schnell anwachsen, dennoch wurde sie trotz ihrer Größe lange Zeit nicht als Stadt anerkannt. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte die Siedlung Eisenau ein größeres Unabhängigkeitsbedürfnis und begann seine Wichtigkeit für Goldfels dafür zu nutzen, in kleinen Schritten mehr Souveränität zu erreichen. Der größte Sprung erfolgte etwa 150 Jahren, als die Bürger die Stadtrechte für Eisenau durchsetzten und somit Magistrat wie Stadtrat eingesetzt wurden.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Ein solcher Magistrat war es, der mit Unterstützung des Stadtrates entschied, die Wirren des Siegelbruchs und des beginnenden Krieges zu nutzen: Eisenau erklärte sich zur unabhängigen Stadt. Zuerst wurde tatsächlich wenig Aufhebens darum gemacht, doch als ein Teil der goldenen Legion von Monstren ausgelöscht wurde, weil die Truppen Eisenaus nicht zur Hilfe kamen entschied sich Goldfels ein Exempel zu statuieren. Alle Truppen die nicht in der Hauptstadt selbst benötigt wurden zogen gegen Eisenau und mithilfe der zwergischen Einheiten gelang es in kürzester Zeit die Befestigungen der Stadt zu durchbrechen. Magistrat und Stadtrat wurden noch in der Stunde des goldfelser Sieges als Verräter vom Regent persönlich hingerichtet, als Zeichen der aberkannten Stadtwürde übergab man das Rathaus der Stadt den Flammen. Allerdings war genau dies der Moment, in dem eine bisher nicht gesehene Menge an Monstern die Stadt durch ebenjene Breschen angriff, welche die Zwerge zuvor für Goldfels geschlagen hatten. Die Legion hatte keine Wahl als sich geordnet zurückzuziehen und Eisenau wurde, da niemand das Feuer am Ausbreiten hinderte, zur Gänze ein Raub der Flammen.
Städtebund: Städtebund der goldenen Felsen
Zerstört vor: 7 Jahren
Erhaltene Ruinen: rußgeschwärzte Grundmauern

Städtebund der ersten Kolonien

Name: Kap Selen
Gegründet vor: 198 Jahren
Tempel: Lebenswiege (Haupttempel, Arina)
Wichtigste Kirche: Arina
Akademie: Nein
Beschreibung: Eine etwas kleinere Stadt, welche sich besonders auf die Holzverarbeitung und den Schiffsbau fokussiert hatte. Mit einigen Handelsabkommen der Stadt Iseria und Port Corrad wollte sich Kap Selen ebenfalls eine große Wirtschaft aufbauen und auf der Südseite einen Hafen im Landinnersten anbieten. So kam es dann auch, dass Schiffe, die gen Corrad wollten, erst in Kap Selen ankamen, um sich ein starkes Schiff sich herstellen zu lassen. Aus wirtschaftlichen- und lagebedingten Gründen bot sich hier ein Dreibundschaft mit den beiden Städten Corrad und Iseria an, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Ein Handelsabkommen mit Iseria und Port Corrad: Beim Ersten handelt es sich um drei siebentägliche Schiffsladungen Überschussware, die beidseitig zugesandt werden sollten. Beim Zweiteren den Bau guter Schiffe, welche in Corrad je nach Auftragsgröße einlaufen sollten und entsprechen bezahlt werden sollte.
Städtebund: Städtebund der ersten Kolonien
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Einige Hafengebäude, ein paar Holzwerke, ein kleiner Teil des Wohnviertels und der Arinatempel fast noch komplett erhalten

Name: Iseria
Gegründet vor: 253 Jahren
Tempel: Tempel der Heimat (Haupttempel, Eris)
Wichtigste Kirche: Eris
Akademie: Nein
Beschreibung: Eine relativ kleine aber dafür feste Stadt nahe der Küste zur Südseite. Ihre Lage zum Fluss als auch zum Meer ließ sie früher zu einem wunderbaren Anhaltspunkt für das Transportieren von Waren über die drei Küstenstädte werden, welche langsam aber stetig größer wurde. Menschen von außerhalb kamen über Corrad zu Iseria oder fuhren mit dem Schiff weiter über zum Kap Selen. Der Handel blühte und die Küstenkette versorgte sich gegenseitig, die Verbundschaft zwischen Kap Selen, Corrad und Iseria steigend.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Iseria schloss ein Handelsabkommen mit Kap Selen, welche alle sieben Tage drei Schiffsladungen gefüllt mit derzeitigem Überschuss an Waren beinhalten solle, welches Kap Seelen in der darauffolgenden Woche mit ebenso überschüssiger Ware entgegnen würde.
Städtebund: Städtebund der ersten Kolonien
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Nichts

Lichtbund

Name: Auenfeld
Gegründet vor: 350 Jahren
Tempel: Tempel der Gemeinsamkeiten (Alle Acht)
Wichtigste Kirche: Keine, alle gleich vertreten
Akademie: Nein
Beschreibung: Auenfeld war eine der ersten Städte, die sich nach der Besiedelung vergrößerten. Ursprünglich war sie nur eine kleine Siedlung am Rand der Insel, um Transporten einen sicheren Ort zur Ruhe zu geben, doch mit dem Erscheinen der Aquatica und den Annäherungen zwischen Menschen und diesen etablierte sich die Stadt als eigenständiger Handelsposten. Ein Teil der Stadt befand sich im Wasser und bestand aus Pfahlbauten, der andere Teil war auf dem Land und größtenteils von Bauern und ihren Feldern geprägt. Im Städtebund des Lichts war Auenfeld ein wichtiger Posten der Nahrungsversorgung, nicht nur durch die fruchtbaren Auen an dem Fluss, sondern auch durch die Mithilfe der Aquatica bei der Fischerei. Älteren heimischen Aquatica auf Naivara wird das Wort 'Auenfeld' positive Gedanken vermitteln. Als Stadt am Meer galt sie als die Brücke zwischen Seemenschen und den Landmenschen und sogleich als Zuflucht vor maritimen Beutegreifern, welche auch vor Aquatica nicht zurückschrecken. Der Sitz des Tempels der Acht erwies sich auf längere Zeit als Vorteil, um die Bräuche und Dogmen der Wasserbewohnern auch den Menschen auf sanfte Art zu überbringen. Dieser durchaus schleichenden Missionierung Ist es zu verdanken, dass die Aquatica als kulturschaffende Bürger auf Naivara gelten.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Die letzten Jahre vor dem Siegelbruch waren erstaunlich ruhig. Mit dem Ausbruch der Kreaturen aus dem Siegel war die Stadt mit dem gleichen Schicksal konfrontiert wie die anderen Städte. Die Truppen reichten nicht, um den endlosen Strom an Gegnern Einhalt zu bieten und Auenfeld fiel unter großen Verlusten.
Städtebund: Lichtbund
Zerstört vor: 9 Jahren
Erhaltene Ruinen: Pfahlbauten, Tempel der Acht

Name: Port Karos
Gegründet vor: 65 Jahren
Tempel: Östlichster Küstentempel (Efferd)
Wichtigste Kirche: Efferd
Akademie: Nein
Beschreibung: Port Karos war einst eine noch vergleichsweise relativ junge Küstenstadt gewesen. Immer häufiger auftretendere Anfragen nach einer östlicheren Anlegestelle kamen auf von Händlern außerhalb Naivaras, doch wirklich gewachsen ist dieser Port nicht wirklich. Die kleine Einkerbung ins Landinnere ließ die meisten Schiffe eine so starke Kurve machen, dass sie selbst stark gegen die Strömung vom Landinneren ankämpfen mussten. Trotz alldem hielt sich die Stadt einigermaßen aufrecht und sie prahlte mit dem Status, die östlichste Küstenstadt Naivaras zu sein. Auch wenn rein geographisch gesehen es nur ein paar Kilometer waren, so war es dennoch ein gewisser Stolz der Leute, in solch einer Stadt zu wohnen. Der Lichtbund der vier Städte sorgte ebenfalls dafür, dass sie sich gegenseitig versorgten und die Wirtschaft einander aufrechterhielten.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: So kam es dann aber, dass auch die Händler seltener vorbeikamen und auch immer weniger Schiffe anhielten, um die Ware anderer zu begutachten. Der Anreiz direkt zum Port Corrad zu fahren war schlichtweg höher und zudem gab es dort ein größeres Angebot an Waren gleich obendrauf. Das Städtchen war noch immer am Wachsen und hatte deshalb nicht all zu viel an eigenen Waren anzubieten, abgesehen von Massen an Fisch, Holz und Booten. Viel blieb der Stadt nicht mehr und so fiel sie auch als einer der ersten paar Städte zu Kriegsbeginn. Die Menschen flohen in nahegelegene Städte oder versuchten noch mit den übriggebliebenen Schiffen Richtung Corrad zu flüchten, doch die meisten teilten das gleiche Urteil dem Tod.
Städtebund: Lichtbund
Zerstört vor: 9 Jahren
Erhaltene Ruinen: Die letzten Überreste der Häuser: verwuchert, Tempel komplett erhalten: verwuchert, Stadtmauerruinen

Name: Thalassa
Gegründet vor: 100 Jahren
Tempel: Tempel des Götterfürsten (Praios)
Wichtigste Kirche: Praios
Akademie: Nein
Beschreibung: Thalassa war eine ursprüngliche Pilgerstätte, die von Ashanna Balivor, einer Heiliggesprochenen der Praioskirche und später Großinquisitorin der Stadt gegründet worden war. Der Name der Stadt entspringt einem elfischen Begriff, den die heimischen Elfen für etwas verwendeten, was so viel wie 'Gerechtigkeit' in der menschlichen Sprache bedeutete. Die besagten Elfen, welche sich als lichtfromme Gläubige ähnlich des Praiosglauben entpuppten, hatten sich an der Gründung der Stadt beteiligt. Darunter war die Gründung der Akademie Greifenstolz eines ihrer Hauptwerke, in der wichtige weißmagische Magiezweige gelehrt wurden vor dem Fall. Der Großteil der Stadt ist tatsächlich in den Fels geschlagen worden ähnlich wie bei einer 'oberirdischen' Stadt der Zwerge.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Der scheinbare Vorteil, sich im Erdreich wurde den Bewohnern zum Verhängnis, denn große Bestien schafften es, die stützenden Elemente innerhalb des Berges zu beschädigen und den Leuten einen entweder langsamen, qualvollen Tod oder ein plötzliches Ende zu beschaffen. Es hieß entweder lebendig durch den stetig rieselnden Sand begraben zu werden oder eben an der Horde sein Leben zu verlieren. Aufgrund dessen ist die überwiegende Mehrheit der Stadt gänzlich abgeschottert und würde Tage oder gar Wochen benötigen, um zugänglich gemacht zu werden. Es wird spekuliert, dass sich aber in den verschütteten Gewöben jene Kreaturen wiederfinden, die auch am tragischen Ende der Stadt sich beteiligt hatten, sollen diese niederen Wesenheiten jenseits des Siegels dem natürlichen Tod trotzen.
Städtebund: Lichtbund
Zerstört vor: 5 Jahren
Erhaltene Ruinen: ???

Name: Schwefelfels
Gegründet vor: 107 Jahren
Tempel: Tempel des Feuers (Sylva)
Wichtigste Kirche: Sylva
Akademie: Nein
Beschreibung: Der Name der Stadt stammt von den Ansammlungen von Schwefel in den Bergen, die sich in alten, vulkanischen Höhlen angesammelt haben. Schon von weiten ließen sich damals die gelben Berge und Hänge erkennen, die aber schnell abgebaut und damit ihrer Farbe beraubt waren. Für den Lichtbund war Schwefelfels eine wichtige Stätte für alchemistische Zubereitungen, aber auch Schwefelhölzer und Schießpulver ließen sich damit sehr gut erstellen - und für Wein war dies eine wichtige Zutat. Aufgrund dessen war Schwefelfels berühmt für seine Traubenhänge und die dort produzierten Weine. Die Kenntnis um die Herstellung von Schießpulver war ein gut gehütetes Geheimnis, welches mit der Zerstörung der Stadt leider verloren ging.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: 10 Jahre vor dem Siegelbruch gab es mehrere Auseinandersetzungen mit Thalassa, da Schwefelfels sich aus dem Städtebund zurückziehen und als eigenständiger Stadtstaat agieren wollte. Die herrschenden Schichten fanden dieses Bestreben überaus bedrohlich und so wurde der damalige Regent der Stadt und sein gesamter Hofstaat, der dieses Anliegen vor hatte, in einer dunklen Nacht auf überaus brutale Art und Weise ermordet und als Mahnmal aufgestellt. Schwefelfels war bis zu seiner Zerstörung berüchtigt für diese dunkle Nacht und keiner der nachfolgenden Regenten wagte je wieder einen Aufstand.
Städtebund: Lichtbund
Zerstört vor: 8 Jahren
Erhaltene Ruinen: Alte Minen, Grundfesten der Burg

Drachenband

Name: Port Aure
Gegründet vor: 187 Jahren
Tempel: Tempel der Wellen (Efferd)
Wichtigste Kirche: Efferd
Akademie: Elementares Hexagramm (Neutral)
Beschreibung: Port Aure war die zweite Stadt, die im nördlichen Westen Naivaras erbaut wurde, nach Drachenheim. Gegründet wurde sie von Magiern, deren Einfluss bis zum Ende der Stadt deutlich zu sehen war. Der Grundriss der gesamten Stadt baute auf einem Hexagramm auf und die Viertel waren nach den sechs Elementen benannt. Der Großteil der Bevölkerung war magischer Natur, wobei dies von Mindermagiern bis hin zu meisterlichen Elementaristen reichte. Magie war in dieser Stadt Alltag und die Menschen nutzten sie - wie in den meisten anderen Städten vor dem Siegelbruch auch - um sich das Leben zu erleichtern. In Port Aure war allerdings die Beschwörung von Elementaren ebenfalls normaler Bestandteil des Lebens und die Versorgung mit frischem Wasser, wetterbeständigem Feuer und anderen Dingen war eine Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund waren die Gebäude der Stadt in ihrer Bauweise eigentlich unmöglich, wurden aber von Elementaren und Magie getragen. Die Magieakademie war der Mittelpunkt der Stadt und diente nicht nur zur Ausbildung der Magier, sondern auch als Versammlungsraum und öffentlichem Lehrbereich.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Bis zum Siegelbruch war das Leben in der Stadt überraschend einfach und friedlich, einmal im Jahr wurde in der Akademie ein Gelehrtentreffen abgehalten, zu dem aus ganz Naivara Persönlichkeiten anreisten. Das Elementare Hexagramm war es, die die Erkundung der Ruinen in der heutigen Ewigen Leere begann. Mit dem Siegelbruch ging ein magischer Ruck durch ganz Naivara und aufgrund dessen, dass für einen Moment alle Magie erlosch, brach die Infrastruktur der Stadt komplett in sich zusammen und die Stadt fiel.
Städtebund: Drachenband
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Nichts

Name: Denaria
Gegründet vor: 160 Jahren
Tempel: Hain der Demut (alle acht)
Wichtigste Kirche: Eris, Arina
Akademie: Nein
Beschreibung: Denaria ist die jüngste der drei Städte im Drachenband und aufgrund seiner günstigen Lage am gleichnamigen Fluss, direkt an der Grenze zwischen tropischem Wald und Savanne, ursprünglich als „Kornkammer“ des Drachenbandes von Siedlern aus den beiden anderen Städten gegründet worden. Der fruchtbare Boden, die fleißigen Einwohner und die enge Bindung zu Drachenheim verhalfen Denaria zu verhaltenem Wohlstand, der die Bürger der Stadt aber keineswegs korrumpierte und wenig an ihrer bescheidenen und toleranten Mentalität änderte. Der Gebrauch von Magie war zwar nie verboten oder geächtet und ein alltägliches Phänomen, doch große Magier suchte man vergebens in Denaria; sie zog es alle nach Port Aure und so besaß die Stadt selbst kaum magische Elemente. Das Stadtbild war hübsch, sauber, aber einfach und bis auf die große Halle, die sich in der Stadtmitte direkt an den großen Marktplatz anschloss und zur Aufbewahrung von Getreide und Früchten verwendet wurde, bevor sie nach Drachenheim oder Port Aure verschifft wurden, gibt es in Denaria nur einen Ort, der einen Besucher wirklich zu verzaubern vermochte: Der Hain der Demut am nördlichen Rand der Stadt, in dem – wie im Tempel der Einigkeit – alle acht Gottheiten verehrt wurden, wurde von seiner kleinen Gruppe an Priestern, zwei für jede Gottheit, gehegt und gepflegt und auf dem Altar, einem achtzackigen Stern, waren stets die verschiedensten Opfergaben zu finden. Links des Altars allerdings erhob sich die eigentliche Sehenswürdigkeit, ein großer Turm, der sich schlank und hell hoch in die Luft schraubte und von dem aus man die gesamte Stadt zu überblicken vermochte.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Vor der Zerstörung der Stadt durch den Bruch des Siegels wurde einmal im Jahr ein großes Fest zu Ehren der acht Götter ausgerichtet, das Inselbewohner aus allen Ecken Naivaras anzog. Neben sportlichen Wettkämpfen konnten sich Musiker und Dichter miteinander messen und die besten Kunsthandwerker wurden gekürt. Vor zehn Jahren fiel die Stadt gemeinsam mit ihren beiden Verbündeten, doch war es nicht die Flutwelle, die große Teile Denarias dem Erdboden gleich machte – obwohl der nahegelegene Fluss über seine Ufer trat und im Süden der Stadt verheerende Schäden verursachte –, sondern der Turm, der den acht Gottheiten geweiht war. Die Erschütterung fegte die obersten Stockwerke des Bauwerks von den unteren und ließ es Schutt und Gemäuer auf die anderen Gebäude regnen.
Städtebund: Drachenband
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Hain der Demut (zwischen den Trümmern des Turmes sprießt inzwischen neues Leben) mit Altar (überraschenderweise unbeschädigt), Ruinen des Turmes der acht (bis auf die Grundmauern und einige unterirdische Gewölbe vollständig zerstört), Feilhalt-Straße im Süden (die meisten Geschäfte stehen noch, sind aber marode, akut einsturzgefährdet und teilweise überschwemmt)

Name: Drachenheim
Gegründet vor: 215 Jahren
Tempel: Tempel der Einigkeit (alle acht)
Wichtigste Kirche: Arina
Akademie: Nein
Beschreibung: Gegründet wurde Drachenheim von efferdgläubigen Siedlern, die in ihrem Drang nach Erkundung auf die Insel gestoßen waren. Die Gebäude waren fest, ebenerdig und mit zahlreichen Dekorationen von Walen, Delphinen und allgemeinen Darstellungen des Meeres. In Drachenheim lebten die Bewohner überwiegend von Viehzucht, darunter Schweine, Ziegen und andere eher anspruchslose Nutztiere, die sich leicht vermehren und halten ließen. Anfangs als Siedlung, festigte sich die Stadt schnell zu einem Handelsposten, dem sich die Gründung der zwei anderen Städte im Drachenbund anschloss. Das Leben war auch hier von Magie durchzogen, als stetiger Begleiter im Alltag.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Die Drachenheimer waren es schon immer gewohnt, dass sich Hügel der Insel an manchen Tagen hoben und senkten, als würden sie dem Wellenverlauf folgen. Als das Siegel allerdings brach, hoben sich nicht ein paar Hügel um wenige Zentimeter an, sondern die gesamte Insel. Als würde etwas gigantisches unter der Erde einen tiefen Atemzug nehmen, brachen Berge und Hügel nach oben, das Meerwasser an der Küste entfernte sich und ein ohrenbetäubendes Dröhnen ging über die gesamte Insel. Zerstört wurde die Stadt durch eine gigantische Flutwelle, die in die Stadt eindrang, als die Insel 'ausatmete' und sich abrupt einige Meter unter den Meeresspiegel absenkte und das Wasser ins Festland strömte.
Städtebund: Drachenband
Zerstört vor: 10 Jahren
Erhaltene Ruinen: Tempel der Acht, nur teilweise

Unabhängige Städte

Name: Jesemia
Gegründet vor: 200 Jahren
Tempel: Halle des Lernens (Ives)
Wichtigste Kirche: Ives
Akademie: Limbospärisches Institut zu Jesemia (Neutral)
Beschreibung: Das hervorstechendste Merkmal der Stadt war der riesige Magierturm, der alle anderen Gebäude deutlich überragte. Er war das klassische Bild dessen, was der normale Bürger im Kopf hat, wenn er an Magier denkt: Dunkler Stein, wenige Fenster, Turmgebäude, Spitzdach. Der Rest der Stadt war von der Architektur her ein bunter Misch aus unterschiedlichen Einflüssen, so dass das Gesamtbild Jesemias nicht einheitlich war und eher wie ein Flickenteppich wirkte. Auch die Bewohner waren ebenso wild und bunt - viele Aquatica lebten auf der Insel, verschwanden aber, als diese sich in die Luft erhob.
Wichtiges der letzten 20 Jahre: Vor zehn Jahren, mit dem Siegelbruch, erhob sich die Insel in die Luft. Zuerst nur wenige Meter, so dass Handel und Flucht noch ohne Probleme möglich waren. Innerhalb eines Jahres tauchten allerdings Stürme rund um die Insel auf und sie wurde immer weiter vom Meeresspiegel gehoben, so dass irgendwann keine konventionelle Möglichkeit des Kontakts mehr bestand. Da auf der Insel allerdings eine Magieakademie stand, deren Fokus auf Bewegungsmagie lag, war das Betreten und Verlassen der Insel auch weiterhin möglich. Vor fünf Jahren brach der Kontakt abrupt ab und magische Störungen behinderten jede Form von Teleportationszaubern, so dass niemand mehr wusste, was aus Jesemia wurde. Eine Expedition fand dieses Jahr im April heraus, dass die Bewohner der Stadt einen abrupten, sofortigen Tod gestorben sein müssen. Die Stadt ist verlassen und zerfällt langsam.
Städtebund: Nein
Zerstört vor: 5 Jahren
Erhaltene Ruinen: Gesamte Struktur der Stadt ist erhalten, allerdings langsam marode. Die Akademie ist abgebrannt, nur die Kellergeschosse sind noch intakt.

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